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DIN 4108-11: Sicherheit für das Handwerk
Erstellt von Knauf Insulation am 02. April 2019

Wie Luftdichtheitsschichten auszuführen sind und dass diese dauerhaft funktionstüchtig sein müssen, regelt die DIN 4108-7. Was „dauerhaft“ genau bedeutet und wie Dauerhaftigkeit geprüft wird, regelt nun Teil 11 der DIN 4108. Handwerker können jetzt endlich sicher sein, dass ein Produkt für luftdichte Schichten auch hält, was es verspricht.

Luftdichtheit ist entscheidend für die Funktion einer Dämmschicht, da sie verhindert, dass Zugluft die kostbar erwärmte Raumluft davonträgt. Außerdem schützt sie die Bausubstanz vor Feuchteschäden, die durch ein ungehindertes Eindringen und kondensieren von Luftfeuchtigkeit entstehen können. Wie Luftdichtheitsschichten auszuführen sind und welche Materialien sich eignen, regelt seit 2011 die Luftdichtheitsnorm DIN 4108-7. Diese verlangt auch die Dauerhaftigkeit der gewählten Lösungen. Doch welche Mindestanforderungen an die Dauerhaftigkeit gelten, war bisher nicht definiert.

Hier setzt der neue Teil 11 der DIN  4108 von November 2018 mit dem Titel „Mindestanforderungen an die Dauerhaftigkeit von Klebeverbindungen mit Klebebändern und Klebemassen zur Herstellung von luftdichten Schichten“ an. Sie klärt ein für alle Mal, was Dauerhaftigkeit in Bezug auf die Luftdichtheit eigentlich genau bedeutet. Mit verschiedenen Prüfaufbauten können nun Klebebänder und Dichtkleber auf Herz und Nieren untersucht werden. Insbesondere deren Schälfestigkeit, also die Festigkeit der Klebeverbindung, wird unter die Lupe genommen. Für die Beurteilung sind Mindestwerte auf zwei definierten Untergründen – Buchenholz und Polyester-Folie – festgelegt worden. Bei der Prüfung selbst werden die Klebeverbindungen, zum Beispiel Folie auf Holz oder Folie auf Folie, unter anderem mit Gewichten belastet. Das Ganze erfolgt nicht nur unter Normal-Bedingungen, sondern auch nach einem künstlichen Alterungsprozess in einer Klimakammer.

Die Ergebnisse dieser und anderer Prüfverfahren lassen schließlich Aussagen über die Tauglichkeit der Produkte als Luftdichtheits-Lösung zu. Die Anhaftung kurz nach dem Kontakt mit der Klebefläche spielt übrigens bei den Prüfungen keine Rolle. Klebeverbindungen lassen sich nämlich nur beurteilen, wenn der Klebstoff Zeit hatte, sich in die Oberfläche einzuarbeiten. Das sind schlechte Nachrichten für den auf Baustellen so beliebte Test der „Klebkraft“ mit dem Daumen auf der Klebefläche.

Dank des neuen Teil 11 der DIN 4108 können Handwerker nun sicher sein, dass die von ihnen ausgewählten Produkte auch wirklich tauglich sind, eine luftdichte Ebene herzustellen – sofern sie nach DIN 4108-11 geprüft sind. Haftungsrisiken können minimiert und die Zufriedenheit der Auftraggeber gesteigert werden. Selbstverständlich wird auch das Knauf Insulation Luftdicht-Dämmsystem LDS nach der neuen DIN 4108-11 geprüft. Dabei wird das Prüfspektrum sogar noch um weitere Untergründe erweitert – zum Beispiel um alle Folien des Systems.

Schon vor der Einführung der Mindestanforderungen nach DIN 4108-11 hatte die Dauerhaftigkeit bei Knauf Insulation einen besonderen Stellenwert, weshalb die Alterungsbeständigkeit von Materialien und Materialverbindungen des Luftdicht-Dämmsystem LDS vom Kasseler Zentrum für umweltbewusstes Bauen e.V. für 50 Jahre zertifiziert sind.

 

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