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Risiko Garagenbrand: Eine Handbreit Feuerschutz genügt!

Erstellt von Knauf Insulation am 04. Februar 2020

Tiefgaragen bergen selbst bei geringer Belegung aufgrund der potenziell erheblichen Brandlast durch PKW ein großes Risiko – auch für die darüberliegenden Gebäude, deren Tragfähigkeit schnell ins Wanken kommt. Wenige Zentimeter Tektalan® Dämmplatten, die nachträglich befestigt werden können, reichen, um im Ernstfall Schlimmeres zu verhindern.

Die Qualität einer Tiefgarage misst sich nicht allein an der Zahl ihrer Parkplätze. Die Garage bestimmt nämlich häufig den ersten Eindruck, den man als Gast von einem Gebäude erhält. Sie ist praktisch die Visitenkarte des Hauses. Da dieser Umstand heute vielen Eigentümern und Planern bekannt ist, gehören dunkle Höhlen mit flackernden Leuchten zunehmend der Vergangenheit an. Aspekte wie die Anmutung der Oberflächen, Farben und Licht sind relevant geworden – nicht nur im Neubau, wo die Garagenverordnung strikte Anforderungen an Mindestabmessungen, Beleuchtung und Lüftung stellt, sondern auch bei Modernisierungen.

 

Die Achillesferse des Gebäudes

Die Qualität der Tiefgarage misst sich aber auch an ihrer Sicherheit im Brandfall, denn sie kann – und das ist Gebäudeeignern oft nicht bewusst – die Achillesferse eines Objektes sein. Sie beherbergt Unmengen leicht entflammbarer Flüssigkeiten und Materialien, die im Ernstfall infernale Temperaturen erzeugen können. Und das alles wortwörtlich unter den Füßen der Menschen, die ein Gebäude nutzen. Insbesondere in den letzten Jahren sind die Brandlasten durch größere Fahrzeuge mit entsprechend mehr Tankvolumen erheblich angestiegen. Auch die Batterien der immer häufiger anzutreffenden Elektrofahrzeuge verschärfen die Situation bei Bränden in Tiefgaragen in einem nicht zu unterschätzenden Maße. Folgenschwere Schäden im Brandfall – bis hin zur Einsturzgefahr bei dem darüberliegenden Gebäude – sind daher alles andere als theoretische Szenarien.

 

Einsturzgefahr!

Das zeigt zum Beispiel ein Brand in einer Tiefgarage in einem Stuttgarter Teilort, bei dem zahlreiche Personen durch Rauchgase verletzt und zehn Fahrzeuge zerstört wurden. Das Feuer wurde in den frühen Morgenstunden einer Silvesternacht entdeckt. Ursache war vermutlich ein fehlgeleiteter Feuerwerkskörper. Alle Bewohner mussten evakuiert werden, die Statik des Wohnhauses war nach dem Brandereignis nicht mehr hinreichend sicher. Beton platzte durch die Hitze großflächig von der Garagendecke ab und die Flammen konnten die freigelegte Bewehrung aus Stahl ungehindert angreifen. Erst nach eingehender Prüfung der tragenden Bauteile konnte mit der umfassenden Sanierung begonnen werden – für die Mieter eine große Belastung, für den Eigentümer eine teure Angelegenheit. Schließlich war nicht nur der bauliche Schaden zu beklagen, sondern auch ein beträchtlicher Mietausfall.

  

Explodierender Beton

Das Brandereignis in der Stuttgarter Tiefgarage ist beileibe nicht das einzige, das aufzeigt, wie wichtig in Tiefgaragen die Bekleidung der tragenden Wände und Decken mit feuerhemmenden Materialien ist. Der Fall belegt zudem, dass die Bemessung der Betondecke hinsichtlich der Feuerwiderstandsdauer offensichtlich grenzwertig war, da die Standsicherheit des Gebäudes danach in Frage gestellt werden musste. Besagte Bemessung erfolgt nach der Einheitstemperaturkurve (ETK), die hinsichtlich des zu erwartenden Temperaturanstiegs aber nicht mehr dem Brandverlauf in einer Tiefgarage entspricht – die Hitze nimmt viel schneller zu und es ergeben sich deutlich höhere Temperaturen [1]. Nicht zu unterschätzen ist zudem der Einfluss der Feuchte in den Garagen, die zu einem erhöhten Feuchtegehalt im oberflächennahen Bereich der Betondecke führt. Im Brandfall kann es wie in Stuttgart zu explosiven Abplatzungen an den Betonbauteilen kommen. Die dann freigelegte Bewehrung ist viel früher dem Feuer ausgesetzt, was zu einem vorzeitigen Verlust der Tragfähigkeit der Konstruktion führen kann. Ein zusätzlicher Hitzeschutz der Betonoberflächen ist daher gerade bei Tiefgaragen angeraten.

 

Eine Handbreit Tektalan®

Dabei braucht es keine allzu große Anstrengung, um diesen wichtigen Schutz zu gewährleisten und obendrein der Wärmedämmung, Akustik und Gestaltung gerecht zu werden. Beispielsweise wirken Tektalan® Holzwolle-Mehrschichtplatten der Serie A2-Protect als effektives Hitzeschild. Darüber hinaus überzeugen sie auch mit bestem Wärme- und Schallschutz sowie mit einer attraktiven Optik. Und das, ohne besonders dick aufzutragen: Nur 75 mm der nachträglich mit Schrauben befestigten Platte reichen aus, um eine Bestandsdecke auf eine Feuerwiderstandsdauer von F120 zu ertüchtigen. Gerade in Tiefgaragen, wo jeder Millimeter an eingesparter Geschosshöhe zählt, ist das ein ausschlaggebendes Argument. Es braucht also nicht mehr als eine Handbreit an Schutz, um das Brandrisiko auf die Tiefgarage selbst zu beschränken und die Tragfähigkeit der Decken und Wände ausreichend lange bis zum Eintreffen der Feuerwehr und der Eindämmung des Feuers zu gewährleisten.

Natürliche Multitalente

Diese Leistung der Tektalan® A2-Produkte geht auf die Kombination nicht brennbarer Dämmstoff-Kerne aus Steinwolle sowie ebenfalls nicht brennbarer Holzwolle-Deckschichten zurück, die auch für die Einordnung der Holzwolle-Mehrschichtplatten in die Baustoffklasse A2-s1, d0 verantwortlich sind. Auch wenn der Ernstfall niemals eintritt, schaffen die Platten während ihrer Lebensdauer noch vieles mehr als Sicherheit: Hervorragender Wärmeschutz, effektiver Schallschutz, attraktive Deckschicht-Farben und -Strukturen, robuste Oberflächen, schnelle Montage sowie der Blaue Engel für geringe Emissionen sind Stichworte, zu denen wir Ihnen weitere Informationen auf der Seite www.heraklith.de bereitgestellt haben.

 

 [1] AGBF, Arbeitskreis Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz, Deutscher Feuerwehrverband, Oktober 2014