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Energieeffizienz hat Vorrang

Erstellt von Knauf Insulation am 25. September 2019

„Wenn es darum geht, die CO2-Bilanz von Gebäuden zu verbessern, muss zunächst an der Energieeffizienz gearbeitet werden“, erklärt Vincent Briard, Direktor für Nachhaltigkeit bei Knauf Insulation.

Vincet Briard äußerte sich hierzu im Rahmen der World Green Building Week vom 23. bis zum 29. September 2019. In ihr dreht sich alles um die Bedeutung einer gesunden, klimaschonend bebauten Umgebung mit dem Fokus, versteckte CO2-Emissionen zu reduzieren.

Gebäude sind weltweit für 39% der CO2-Emissionen verantwortlich. Die Debatte über nachhaltige Gebäude hat den Finger in die Wunde der verborgenen CO2-Emissionen gelegt. Die Emissionen, die im gesamten Lebenszyklus der im Bauprozess eingesetzten Materialen entstehen.

Vincet Briard erklärt: „In einem Gebäude, das vor 10 Jahren gebaut wurde, summieren sich die Emissionen aus dem Gebäudebetrieb (Heizung und Lüftung) auf 75%, die verborgenen Emissionen des Baus und der Baustoffe auf 25% der Gesamtemissionen.“

„Wir dürfen die Effizienz der Gebäude nicht außer Acht lassen“

„Wir sehen, dass wir versteckte CO2-Emissionen auf globaler Ebene in Angriff nehmen müssen. Dennoch müssen wir in erster Linie die energetische Effizienz anpacken, was bedeutet, eine zukunftsfähige Gebäudehülle zu schaffen.“

„Wärmedämmung, moderne Fenstertechnik und effizientere Heiztechnik erhöhen den verborgenen CO2-Gehalt von Gebäuden. Im Laufe ihres Einsatzes und abhängig von ihrem Einsatzgebiet ist jedoch ihre Auswirkung auf die Reduzierung von Emissionen viele hunderte Male höher als die CO2-Emissionen, die während ihrer Herstellung entstehen.“

Knauf Insulation hat ein tiefgehendes Verständnis für verborgene CO2-Emissionen und hat dieses Thema stets zu einer Kernaufgabe gemacht. Zu den meisten Knauf Insulation Produkten werden Lebenszyklusanalysen und Umweltproduktdeklarationen angeboten, die deren Auswirkungen auf die Umwelt von der Erzeugung bis hin zur Entsorgung transparent darstellen.
 


Und natürlich bemüht sich das Unternehmen, den eigenen Produktionsprozess zunehmend nachhaltiger zu gestalten. Seit 2010 konnten beispielsweise die CO2-Emissionen unternehmensweit um mehr als 20% gesenkt werden. Außerdem wird der Einfluss der Produkte auf die Umwelt kontinuierlich reduziert.

Bereits heute wird eine große Bandbreite an Lösungen mit einem geringen Teil verborgener CO2-Emissionen produziert – zum Beispiel Glaswolle-Dämmstoffe mit ECOSE Technology, die zu 80% aus recyceltem Glas bestehen. Das Bestreben, den Einsatz von ECOSE Technology weiter voranzutreiben, wird zukünftig auch die Auswirkungen der Steinwolle-Dämmstoffe auf die Umwelt weiter reduzieren.

"Die Schritte zur CO2 Reduzierung in der richtigen Reihenfolge umsetzen"

Knauf Insulation hat sich stets für den Ansatz „Energieeffizienz hat Vorrang“ als Ausgangspunkt aller Maßnahmen eingesetzt. Beispielsweise bei der Arbeit mit europäischen Politikern im Kontext einer EU-Vision für einen im Jahr 2050 CO2-neutralen Gebäudebestand sowie im Zusammenhang der Zusagen zum Pariser Klimaabkommen, die durch überarbeitete Gebäude-Richtlinien untermauert sind.

Der World Green Building Council hat in dieser Woche ein Positionspapier veröffentlicht, das von Neubauten, Infrastruktur und Sanierungen mindestens 40% weniger versteckte CO2-Emissionen fordert. Alle Neubauten sollen im Betrieb bis 2030 nahezu ohne CO2-Nettoemissionen auskommen. Überdies sollen bis 2050 neue Gebäude, Infrastruktur und Sanierungsobjekte keine versteckten CO2-Nettoemissionen aufweisen und alle Gebäude, inklusive des Bestands, ohne CO2-Nettoemissionen betrieben werden.

„Knauf Insulation unterstützt diesen ambitionierten Plan, jedoch müssen wir die Schritte zur CO2-Reduzierung in der richtigen Reihenfolge umsetzen“, so Vincet Briard.

„Zunächst müssen wir die größte CO2-Quelle, die Energie aus dem Betrieb, angehen. Das bedeutet, den Energiebedarf durch leistungsfähige Gebäudehüllen zu reduzieren, das passende Set an Anlagen und Steuerungssystemen auszuwählen und erneuerbare Energien zu nutzen. Gleichzeitig müssen im Rahmen eines iterativen Prozesses die verborgenen CO2-Emissionen bereits in der Planungsphase der Gebäude berücksichtigt werden. Dies führt zum Einsatz der richtigen Lösungen und Produkte mit geringerer CO2-Bilanz. Mit der Umsetzung solch einer Methode forcieren wir die Kreislaufwirtschaft and arbeiten nach den Prinzipen von Level(s), dem Gebäude Assessment Tool der EU-Kommission.“

> In dieser Woche ist die World Green Building Week, eine alljährliche Kampagne des World Green Building Councils, um Aufmerksamkeit für nachhaltige Gebäude zu schaffen. Sie sind eines der effektivsten Mittel gegen den Klimawandel sowie für florierende Gemeinschaften und Wirtschaftswachstum.

> In diesem Jahr fokussiert die World Green Building Week #BuildingLife und beleuchtet, wie wir einen grünen, gesunden und klimaverträglichen Gebäudebestand für uns alle schaffen können.